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Eisenzicken

Kleine Ortschaft in der Nähe nordöstlich von Oberwart. Die Gemeinde Unterwart besteht aus den Katastralgemeinden Eisenzicken und Unterwart. Der ungarische Ortsname ist Németciklény (alt: Vas(Verö)szek), der kroatische Nimski Cikljin. Die Einwohnerzahl beträgt 272 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2022).

Von diesem Ort wanderte 1924 erstmals ein Akademiker aus dem Burgenland aus: Dipl.-Kfm. Julius Wölfel.

In Eisenzicken mündet der Drumlingbach, (Drumelbach) in den Zickenbach.

Geschichte: Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Nemetcikleny verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Kath. Filialkirche hll. Fabian und Sebastian: (ObjektID: 8607), die einfache Kirche mit zweigeschoßigem Ostturm wurde 1819/20 erbaut. Auch der Altar im Inneren stammt aus dieser Zeit.
Figurenbildstock, Madonnenfigur: (ObjektID: 8608), die Mariensäule vor der Kirche stammt aus der Zeit um 1700. Im Jahr 1938 wurde sie nach Oberwart und erst 1970 an ihren heutigen Standort versetzt. Die Inschrift lautet: Mater Christi ora pro nobis! 1938

Chronik Eisenzicken:
10. Jahrhdt.: Zwei Gruppen aus der Gefolgschaft des ungarischen Stammesfürsten Kurzan wurden an die westliche Grenze abgeschoben: Szarvaskend und Kendszék alio nomine Vosvereuzek, das heutige Eisenzicken. Aufgrund archeologischer Funde und anderer Aufzeichnungen wird angenommen, dass die ursprünglichen Bewohner von Eisenzicken Schmiede aus der Volksgruppe der "kend" waren
10. bis 13. Jhdt.: Eisengewinnung und Verhüttung, sowie Eisenbearbeitung
13. Jahrhdt.: Einstellung der Eisengewinnung, Bevölkerung wird zur Gänze zu landbebauenden Leibeigenen der Herrschaft Rotenturm
1819: Abbruch der alten Kirche und Beginn der Bauarbeiten einer neuen Kirche
1853: Kaiserliches Patent vom 2. 3. 1853 über Aufhebung des Urbarialverbandes
bis 1855: deutschsprechende Bevölkerung wird von Pfarre Rotenturm betreut, kroatischsprechende Bevölkerung von der Pfarre St. Martin
1904: Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr
1965: Beginn der Bauarbeiten für eine öffentliche Wasserversorgungsanlage
1966: Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Unterwart Pfarrliche Zugehörigkeit - Filiale der Pfarre Rotenturm Schulische Zugehörigkeit - Oberwart
1968: Beginn des Kirchenumbaues und der Kirchenrenovierung
1971: Vereinigung der Gemeinde Unterwart und Eisenzicken
1978: Beginn der Arbeiten an der Ortskanalisation und Anschluss an den Abwasserverband Mittleres Pinkatal
1987 bis 1989: Errichtung des Gemeinde- und Feuerwehrhauses
2003 bis 2004: Zu- und Umbau des Gemeinde- und Feuerwehrhauses

Text Chronik: www.unterwart.at

Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bildstock: Bildstock nördlich von Eisenzicken, Richtung Drumlingbach.
Denkmal Storchengasse: Denkmal in der Storchengasse in Eisenzicken.
Feuerwehrspritze: Die Feuerwehrspritze befindet sich beim Feuerwehrhaus (Granitz) und Kinderspielplatz.
Figurenbildstock, Madonnenfigur, Mater Christi: ObjektID: 8608, die Mariensäule vor der Kirche stammt aus der Zeit um 1700. Im Jahr 1938 wurde sie nach Oberwart und erst 1970 an ihren heutigen Standort versetzt. Die Inschrift lautet: Mater Christi ora pro nobis! 1938.
Friedhofskreuz: Das Friedhofskreuz befindet sich am Friedhof in Eisenzicken. Die Inschrift lautet: 'Gewidmet v Michael u Maria Schiehsl, geb. Wagner No. 41'.
Hl. Donatus: Der Figurenbildstock Hl. Donatus befindet sich an der L377 (Dorfstraße), gegenüber Eisenzicken Hausnummer 72.
Kath. Filialkirche hll. Fabian und Sebastian: ObjektID: 8607, die einfache Kirche mit zweigeschoßigem Ostturm wurde 1819/20 erbaut. Auch der Altar im Inneren stammt aus dieser Zeit.
Kreuz 'Mein Jesus Barmherzigkeit': Das Kreuz mit der Inschrift 'Mein Jesus Barmherzigkeit' befindet sich gg. Granitz Hausnummer 6 in Eisenzicken. Es wurde 1958 errichtet und 2018 von den 'Granitzer' neu gestaltet.
Kriegerdenkmal: Das Soldatendenkmal mit den Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges befindet sich am Friedhof, und in Form eines Grabsteines, gekrönt mit Stahlhelm.
Radwege: Die 23 km lange, übersichtlich und einheitlich mit grünen Schriftzug und Bodenmarkierungen versehene Strecke des Radweges B 50 "Vierjahreszeiten", führt durch die wellenförmige Landschaft, ausgehend von Bad Tatzmannsdorf



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