Engelsbrücke

Die Engelsbrücke in Rom (lateinisch Pons Aelius, italienisch Ponte Sant’Angelo) spannt sich über den Tiber. Im Hintergrund sieht man die Engelsburg (Castel Sant’Angelo), der die Brücke ihren Namen verdankt. Sie ist eine der Hauptbrücken Roms und zählte in der Antike zu den schönsten Brücken der Welt.

Die Engelsbrücke wird von zehn herrlichen Barockengeln und Statuen der Apostel Paulus und Petrus geziert. Diese Skulpturen stammen von Gian Lorenzo Bernini und seinen Schülern. Die Künstler haben die Engel mit Symbolen wie Kreuz, Dornenkrone oder Lanze ausgestattet, welche man mit der Passionsgeschichte verbindet.

Kaiser Hadrian hatte das Prachtwerk ursprünglich in Auftrag gegeben, welches im Jahre 134 n. Chr. eingeweiht wurde. Seither sind einige bauliche Veränderungen vorgenommen worden. Aber zu allen Zeiten war die Engelsbrücke für Rom sehr wichtig. Während der Heiligen Jahren strömten zahllose Pilger in die Stadt, die sich ihre Sünden ablassen wollten. Der rege Verkehr führte auch über die Engelsbrücke, auf der früher Händler ihre Waren feilboten und Hinrichtungen stattfanden. Erst ein furchtbares Unglück im Jahr 1450 führte dazu, dass die Brücke wieder ausschließlich als Fußgängerbrücke genutzt wurde. Zwischen den rücksichtlos drängenden Menschenmassen und penetranten Händlern scheuten einige Pferde und Maultiere. Das Unglück nahm seinen Lauf. Der denkwürdige Abend forderte 172 Menschenleben. Papst Nikolaus V. machte daraufhin dem bunten Treiben ein Ende. Alle Stände und Buden wurden von der Brücke entfernt, sodass der Durchgang wieder ungehindert möglich war.

Im Jahr 1669 ließ Papst Clemens IX. den Oberbau erneuern. Zu diesem Zeitpunkt kamen auch die Skulpturen Berninis hinzu, die heute zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten Roms zählen.

Fotos:

Engelsbrücke, Walkerssk, Pixabay